Praxis an der Bahnmeisterei
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Die alte Bahnmeisterei in Radevormwald

Der Standort unserer Praxis an der Bahnmeisterei ist ein Teil des historischen Hintergrunds der Eisenbahnverbindung Wuppertal-Brügge/Westfalen. Die nachfolgende Beschreibung wurde uns freundlicherweise von Herrn Otto Cords zur Verfügung gestellt.

Die Kaiserstraße
Die alte Bahnmeisterei

Am 1. Februar 1886 sollte die Bahnstrecke von Lennep nach Krebsöge eröffnet werden. Wegen starker Schneefälle musste die Eröffnung auf den 1. März 1886 verschoben werden.

Vier Jahre später, im Februar 1890, wurde die Strecke nach Oberbarmen (früher Rittershausen) und über Kräwinklerbrücke nach Radevormwald fertiggestellt. Die Weiterführung nach Halver und Brügge/Westfalen erfolgte dann ab 1910.

Damit war die Notwendigkeit einer "Bahnmeisterei" gegeben. Sie entstand an der Ecke Kaiserstraße mit Einmündung Brücke zum Wiedenhofkamp.
Die Bahnstrecke Wuppertal - Brügge/Westfalen hat im Laufe der Zeit einige interessante Begebenheiten erlebt; im 1. Weltkrieg hat der Große Generalstab kurzzeitig erwogen, die Truppen - mit Materialtransporten zur Front - über diese Strecke zu führen. Durch die Streckenführung wäre das aber nur im Schneckentempo möglich gewesen. Außerdem war die Tragfähigkeit der Brücken nicht ausreichend.
Also stellte man neue Überlegungen an. Man entschloss sich eine Bahnstrecke durch den Westerwald über den Rhein bei Remagen gen Westen zu bauen. Die Strecke wurde 1916 in Betrieb genommen. Diese sogenannte "Ludendorff-Brücke" über den Rhein bei Remagen spielte im März 1945 eine große Rolle, da sie den Amerikanern als einzige Rheinbrücke, zwar beschädigt, aber sonst intakt, in die Hände fiel. Sie ist einige Tage später durch Überlastung eingestürzt. Dadurch konnten größere Truppenteile auf die rechtsrheinische Seite gebracht werden und Militärexperten vermuten, dass dadurch der 2. Weltkrieg in Europa um ca. 4 - 6 Wochen verkürzt wurde.

Auch wurde im 2. Weltkrieg, nach schweren Luftangriffen auf Wuppertal, sogar der D-Zug-Verkehr über die Strecke Brügge/Westfalen - Wuppertal im Schneckentempo umgeleitet.

Am 28. Mai 1976 war dann der letzte Zug der Personenbeförderung auf der Strecke. Er fuhr um 17.05 Uhr, mit ca. 50 Fahrgästen besetzt, ab Radevormwald. Der Güterverkehr wurde noch bis Oktober 1981 betrieben.
Die Strecke Radevormwald - Brügge/Westfalen war schon vorher stillgelegt worden.

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